Neue Roaming-Gebühren – Was du jetzt über Telefongespräche in das EU-Ausland wissen musst

Seit Juni 2017 sind die zusätzlichen Roaming-Gebühren innerhalb der EU aufgrund einer entsprechenden Verordnung entfallen. Bürger in allen EU-Staaten können seitdem das Internet auf ihrem Smartphone zu den selben Konditionen wie in ihrem Heimatland nutzen.

Während so auch Telefonate aus dem Ausland nach Hause von zusätzlichen Gebühren befreit wurden, waren Anrufe aus der Heimat in das EU-Ausland weiterhin kostspielig – sie gelten nicht als Roaming.

Neue Kostenregelung bei Auslandsgesprächen

Im Dezember vergangenen Jahres wurde vom Europäischen Parlament eine neue Regelung veröffentlicht, die das Telefonieren ins EU-Ausland kostengünstiger machen soll. Die neue Regelung besagt, dass ab Mitte Mai 2019 Auslandsgespräche – egal ob über das Festnetz oder per Mobiltelefon – aus dem Heimatland in ein anderes EU-Land nicht mehr als 19 Cent pro Minute kosten dürfen, SMS maximal 6 Cent. Diese Preisobergrenze gilt jedoch für Netto-Preise und die jeweilige Mehrwertsteuer muss noch dazugerechnet werden. In Deutschland liegen die Bruttopreise also bei 23 bzw. 7 Cent.

In vielen Fällen ist dies nun deutlich günstiger als bisher. Telefongesellschaften, die für derartige Gespräche derzeit noch höhere Preise verlangen, müssen diese daher entsprechend anpassen.

Für wen gilt die Preisobergrenze?

Das Telefonieren innerhalb der EU wird zwar einfacher und günstiger, allerdings musst du als Verbraucher noch einen wichtigen Punkt beachten. Die Regeln gelten nur für die sogenannte „nutzungsabhängige Telefonie„, d.h. Telefonate, bei denen Auslands-Gesprächsminuten oder SMS einzeln abgerechnet werden.

Was bedeutet das konkret?

Flatrate-Nutzer aufgepasst

Viele Nutzer, die oft ins Ausland telefonieren, haben meistens besondere Flatrates oder Minutenpaktete. Für diese alternativen Tarife gelten die Preisobergrenzen nicht zwingend!

Besitzt du einen alternativen Tarif, der günstiger ist, möchtest du diesen natürlich auch weiterhin nutzen. Du musst dies deinem Anbieter allerdings ausdrücklich mitteilen. Passiert das nicht, wird dein Tarif nach einer Frist von zwei Monaten – also bis zum 15. Juli 2019 – automatisch in den neuen EU-regulierten Tarif umgestellt.

Du solltest also genau prüfen, wie die Konditionen für deinen aktuellen Tarif sind und wie oft du tatsächlich ins EU-Ausland telefonierst. Sind die neuen regulierten Preise günstiger, solltest du eine sofortige Umstellung beantragen. Sonst telefonierst du noch bis zum 15. Juli 2019 zu den alten, ungünstigeren Konditionen.

Geltungsbereich

Durch die neue Regelung hat sich auch der Geltungsbereich geändert. Dieser umfasst jetzt auch die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), also Norwegen, Liechtenstein und Island. Die Schweiz dagegen bleibt außen vor.

Des weiteren sind einige Inseln und kleinere Regionen wie die Färöer Inseln, Grönland und Andorra nicht im neuen Geltungsbereich enthalten.

Falls du deinen nächsten Urlaub also innerhalb der EU planst – ob das jetzt an den günstigeren Telefongesprächen liegt oder nicht – dann schau doch mal bei unserer Sammlung für Insider-Reiseziele in Europa vorbei. Dort kannst du dir weitere Tipps und Ideen holen für deinen nächsten Urlaub.

krick.com aufkunft.de

krick.com